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checkpoint matzleinsdorferplatz

In einer kleinen Ausstellung soll in Bild und Schrift der Geschichte des Checkpoint Matzleinsdorferplatz vom 5. Dezember 2000 nachgegangen werden. Mit jener Darstellung wird nicht zuletzt gezeigt, dass der Matzleinsdorferplatz alles andere als ein Unort ist. Matzleinsdorf ist ein Ort, der auch Geschichten des Widerstands kennt. So kreuzte auch die erste Donnerstagsdemonstration am 24. Februar 2000 von der Gudrunstraße kommend den Platz zur Reinprechtsdorferstraße. Der Checkpoint Matzleinsdorferplatz - unweit des autonomen Ernst Kirchweger Hauses - war gekennzeichnet durch zahlreiche Schikanen von Seiten der Polizei. Fünf Jahre liegt dies zurück: Die rassistischen oder sexistischen Parameter wurden in jenen Jahren von der (wiedergewählten) Bundesregierung sukzessive ausgereizt. Die sozialen Verschärfungen der letzten Jahre mögen mit ein Grund dafür sein, dass heute manchmal ein Protest auf schmäleren Füßen stehen muss.

aus dem damaligen Erklärungstext:

Checkpoint Austria ist eine österreichweite Manifestation gegen Sozialabbau, Demokratieabbau, Rassismus und Sexismus. Wir werden zu Krampus, am 5. Dezember morgens von 7 bis 8 Uhr Kundgebungen an allen wichtigen Verkehrsknotenpunkten Österreichs abhalten, um gegen das Budget der Grausamkeit - das am 6. Dezember im Parlament beschlossen werden soll - aufzubegehren. Checkpoint Austria ist ein Versuch, einen massiven bundesweiten Protesttag gegen das Programm der Regierung zu setzen. Ein relativ kleines Organisationsteam koordiniert die Aktionen und macht die vorbereitende Pressearbeit. Es gibt einen allgemein gehaltenen gemeinsamen Text. Die beteiligten Gruppen sind in ihrer Schwerpunktsetzung völlig unabhängig. Dadurch ist gewährleistet, daß alle Grausamkeiten der Regierung (Sozialabbau, Rassismus, Sexismus, Bildungsabbau, antidemokratisches Handeln,...) gleichermaßen zum Ausdruck kommen können.

stadtphotographie

tba